Sport und Bewegung

Das Lipödem widersteht grundsätzlich allen Anstrengungen im Fitnessstudio. Zwar nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit beim Sport zu und die Muskeln wachsen, aber das Lipödem, d.h. die Fettverteilungsstörung, zeigt sich davon im Prinzip fast völlig unbeeindruckt. Am Erscheinungsbild bessert sich nichts. Ganz im Gegenteil – durch den Muskelaufbau wird das Bein- oder Armvolumen sogar noch erhöht, die Masse nimmt zu. Dies frustriert und verunsichert viele Patienten, da sie nicht richtig über das Krankheitsbild aufgeklärt wurden und sich mit falscher Hoffnung in das Bewegungsabenteuer stürzen.

Sport kann allerdings die Symptome und Beschwerden der Erkrankung massiv verbessern. Aus diesem Grund empfiehlt sich regelmässige Bewegung, allerdings ohne die Hoffnung auf dadurch dünnere Beine. Die sportliche Betätigung führt zu einer Anregung der Wadenmuskulaturpumpe, was den Abtransport von venösem Blut und Lymphe aus dem Beingewebe sowie die Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Kapillaren verbessert.

Welcher Sport durchgeführt wird, spielt an sich keine Rolle. Ideal ist, wenn das Sprunggelenk bewegt und der Fuss gut abgerollt wird. Dieses Bewegungsmuster führt fast immer zu einer Linderung der Beschwerden und reduziert die Schwellungstendenz der Beine. Wandern, (Nordic) Walking, Joggen, Aquafit, aber auch Tanzen und jegliche sonstige Sportarten, die die Beine bewegen, sind zu empfehlen.

Inzwischen gibt es ein neues und innovatives Bewegungskonzept, das speziell auf Lipödempatienten abgestimmt sind und erstmalig in der Schweiz angeboten wird: lipoletic.