Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine Methode, um die ausgetretene Lymphflüssigkeit, die die Beinschwellung verursacht, zu verringern. Bei der Lymphdrainage handelt es sich um eine ganz spezielle Massage, die die Lymphgefässe auf eine besondere Art aktiviert. Die Massage ist sehr angenehm und entspannend. Das Ziel ist eine optimale Funktion der gestauten Lymphgefässe, was zur Entstauung führt. Das Bein schwillt ab und nicht mehr so stark an.

Es gibt verschiedene Techniken:

Die manuelle Lymphdrainage ist grundsätzlich die beste. Leider hängt ihre Qualität extrem vom Therapeuten ab bzw. von dessen Ausbildung und Motivation. Eine gute manuelle Lymphdrainage ist eine sehr angenehme Behandlung, die zuerst im oberen Halsbereich links beginnt, sich dann mit leichten drückenden Bewegungen am Oberkörper vorne nach unten zu den Leisten bewegt und sich danach vom Fuss zur Leiste nach oben arbeitet. Dieses Vorgehen entspricht der Anatomie des Lymphgefäss-Systems und basiert auf den Untersuchungen von Herrn Földi sowie Herrn Vodder. Die Behandlung dauert meistens eine Stunde und wirkt sehr entspannend. Oftmals ist sie so erfolreich, dass direkt nach der Behandlung Urin gelassen werden muss.

Auch die maschinelle Lymphdrainage kann oftmals helfen. Hierbei werden die Beine in Luftstrümpfe gelegt, die sich immer wieder aufblasen und dann die Luft wieder ablassen, was einen rhythmischen Druck auf die Beine ausübt und hierdurch ebenfalls zur Entstauung führt. Die oberen Lymphstationen werden hierbei im Gegensatz zur manuellen Massage nicht “geöffnet“. Allerdings ist das auch nur beim Lymphödem notwendig, beim Lipödem weniger. Diese Behandlung wird ebenfalls von Physiotherapeuten, Masseuren, aber auch Kosmetikerinnen angeboten. Je nach Anbieter übernimmt die Krankenkasse einen Teil oder sogar die gesamten Kosten. Das Ziel und Ergebnis der Behandlung ist die Begrenzung der Beinschwellung, wobei es gleichzeitig natürlich auch zu einer Verbesserung der Beschwerden kommt.